Anglizismen in der deutschen Werbesprache. Untersucht anhand ausgewählter Frauen- und Männerzeitschriften

Katarzyna Meder
ISBN 978-3-8325-1187-6
280 pages, year of publication: 2006
2. Auflage, 2016
price: 45.50 EUR

Stichworte/keywords: Anglizismus , Anzeigenwerbung , Werbesprache , Fremdwortintegration , Denglisch

Die Anzahl von Werbeanzeigen, die in englischer Sprache abgefasst wurden und mit denen Millionen Deutsche jeden Tag konfrontiert werden, nimmt ständig zu. Aufmerksame Leser beobachten solche Sprachveränderungen oft mit Besorgnis. Immer häufiger vertritt man den Standpunkt, dass die deutsche Sprache von Anglizismen "uberschwemmt wird. In diesem Zusammenhang hat man nicht mehr mit Deutsch zu tun, sondern mit "Denglisch".

Die Frage der Überfremdung des Deutschen durch den zunehmenden Anglizismengebrauch ist in diesem Zusammenhang neben der Rechtschreibreform eine der wenigen Sprachfragen, die auch die Öffentlichkeit bewegen. Dies wiederum regt die Sprachwissenschaftler an, solche Sprachphänomene unter verschiedenen Aspekten zu untersuchen.

Über sprachliche Entwicklungen zu schreiben, ist nicht ohne Schwierigkeiten. Die deutsche Sprache ist einem stetigen Wandel unterzogen, wobei die gravierenden Umbrüche im Wortbestand nicht zu übersehen sind. Kontakte mit anderen Kulturen und die daraus resultierenden sprachlichen Entlehnungen spielen in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle. Die Vielfalt der Faktoren, die die Richtung und Stärke des sprachlichen Wandels bedingen, kann in meiner Arbeit nicht umfassend behandelt werden. Im Hinblick auf die zentralen Forschungsfragen der Untersuchung werden daher die Resultate deutsch-englischen Sprachkontaktes im Mittelpunkt der vorliegenden Dissertation stehen. Um die Hintergründe dieses Sprachkontaktes zu veranschaulichen, gibt zunächst ein historischer Exkurs einen Überblick über die Sprachpflege und Sprachpolitik in Deutschland sowie einen Überblick über die Beeinflussung des Deutschen durch das Lateinische, Französische und Englische in verschiedenen Sprachperioden.

Im weiteren Teil der Dissertation wird auf die Werbesprache eingegangen, die als eine Hauptvermittlerin der anglo-amerikanischen Fremdwörter gilt. Den Schwerpunkt der Arbeit bildet die sprachwissenschaftliche Analyse der Anglizismen in der Werbung, die in den Frauenzeitschriften (Freundin; Brigitte) und Männerzeitschriften (Auto, Motor und Sport; Kicker) in den Jahren 1983, 1993 und 2003 verwendet wurden. Diese Analyse soll nicht zuletzt zeigen, wie sich der Anglizismengebrauch in den letzten 20 Jahren entwickelt hat und die Frage beantworten, ob die Verwendung von Anglizismen geschlechterspezifisch divergieren kann.

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